Auswandern – Und dann?

Der erste Schritt ist getan. Man ist in der neuen Heimat angekommen – und nun? In vielen Ländern, vor allem in Ländern, in die Menschen bevorzugt immigrieren, hat sich eine neue Berufsgruppe gebildet: Auswanderungshelfer, die die Neuankömmlinge vor Ort, meist schon direkt am Flughafen, begrüßen und in den ersten Stunden, Tagen und Wochen behilflich sind.
Sehr häufig sind es ehrenamtliche Helfer, die ebenfalls vor Jahren ausgewandert sind und die Probleme, die mit diesem großem Schritt verbunden sind, kennen. Der Vorteil hierbei ist, dass Sie die Sprache der Immigranten sprechen und den Auswanderen somit ein sicheres Gefühl geboten wird – in einer Flut an unsicheren Faktoren.
Inzwischen, da Auswandern als neuer Trend erkannt wurde, gibt es aber auch zahlreiche Agenturen, die sich die Hilfe vor Ort bezahlen lassen. Die Einwanderer bekommen hier gegen Entgeld Ansprechpartner für die Job- und Wohnungssuche genannt. Häufig sind die Guides auch bereit, bei der Jobsuche via Zeitung oder Intenet direkt behilflich zu sein oder bei anstehenden Vorstellungsgesprächen als Dolmetscher zu unterstützen.
Für die ersten Wochen steht den Auswandern, die eine Agentur oder ene Einzelperson zur Seite haben, meist schon eine Unterkunft bereit. Von hier aus heißt es nun: Job und längerfristige Wohnung suchen – falls das nicht schon von zu Hause geschehen ist. Manche haben es hier relativ einfach, da sich bereits ihr arbeitgebender Konzern gekümmert hat.
Außerdem hilft ein Auswanderungshelfer bei den vielen organisatorischen Problemen: Von der Ummeldung im Bürgeramt über die Anerkennung bzw. Umschreibung wichtiger Dokumente bis hin zur Schulanmeldung der Kinder oder alltäglichen Fragen, wie z.B. Verkehrsregeln oder ähnliches.
Ob ein Auswanderungshelfer notwendig ist, hängt zum einen von dem Land, in das immigriert wird, ab und zum anderem von der Persönlichkeit der Migranten. Es gibt die Meinung, dass ein Kaltstart ohne Hilfe und kleine “Streicheleinheiten”, die das Heimweh weniger schlimm erscheinen lassen, die einzig richtige Methode wäre, in einem Land wirklich anzukommen. Auf diese Weise ist man darauf angewieseen, sehr schnell allein zurecht zu kommen, Kontakte zu knüpfen, die örtlichen Begebenheiten kennenzulernen und sich somit besonders schnell zu integieren. Dass es hierbei aber auch ein großes Frustpotential gibt, steht wohl ausser Frage. Viele sind froh, dass Sie bei den zahlreichen neuen Eindrücken und Anforderungen von Ortskundigen unterstützt werden
Wenn man sich für ein Land entschieden hat, wird man im Internet recht schnell Kontaktdaten, Leistungsumfang und auch Gebühren der Auswanderungsagenturen bzw. -helfer finden. Wie bei allen Angeboten im WorldWideWeb gilt auch hier, die dargestellten Informationen kritisch zu prüfen. Nicht selten fordern die Auswanderungsguides horrende Summen in Vorkasse und entpuppen sich letztendlich als Betrüger oder als nicht real exisitierende Person.

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